++ Landesausstellung: Urkunde zur VIA REGIA ++

(uha) Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90 gründeten sich verschiedene Initiativen mit dem Ziel, eine Straße, die ganz Europa in Ost-West-Richtung verbindet, zu erforschen. Diese Initiativen, die zunächst in Deutschland und Polen entstanden, hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die kulturellen, religiösen, wirtschaftlichen und touristischen Beziehungen entlang dieser Straße sichtbar zu machen und wieder zu beleben.

Urkunde „VIA REGIA – Kulturstraße des Europarates“, Strasbourg, 2006.

Urkunde „VIA REGIA – Kulturstraße des Europarates“, Strasbourg, 2006.

Im Jahre 2004 begannen mehrere dieser Akteure, ihre Arbeit im Netzwerk VIA REGIA zusammenzuführen. Das Netzwerk wurde im Jahr 2006 als „Kulturstraße des Europarates“ ausgezeichnet. Damit wurde die Bedeutung dieser VIA REGIA – Aktivitäten für die Einigung Europas anerkannt. Die Urkunde wurde am 26. September 2006 von Terry Davis, dem damaligen Generalsekretär des Europarates unterzeichnet. Verziert ist sie mit einem Astrolabium als Sinnbild für die ewige Bewegung der Welt. Der Arbeit des Netzwerkes liegt ein erweitertes Verständnis von der VIA REGIA zugrunde:

Es schließt an den namengebenden Streckenabschnitt in Mitteldeutschland an, setzt sich aber nach Kiew und bis Brügge als Handelsweg bzw. nach Santiago de Compostela als Pilgerweg fort. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Straßensysteme, die in sehr verschiedener Weise ineinander griffen. Im kontinentalen Maßstab weisen sie jedoch Merkmale einer relativ konstanten Wegeführung auf, über die sich viele Jahrhunderte lang Hauptformen des europäischen Ost-West-Austausches vollzogen.

Die Urkunde ist eine Leihgabe des Europäischen Kultur- und Informationszentrums in Thüringen. Sie ist in der Landesausstellung im Themenbereich ‘Straße’ im Erdgeschoss zu finden.

Weitere Informationen zur 3. Sächsische Landesausstellung in Görlitz unter www.landesausstellung-viaregia.museum

Textquelle: Newsletter 3. Sächsische Landesausstellung – Ausgabe: August 2011

Beitrag: Uwe Hahn (uha) – uhahn@goerlitz-zgorzelec.org

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