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3. Sächsische Landesausstellung 2011*

„800 Jahre Bewegung und Begegnung“ – so lautet das Motto der 3. Sächsischen Landesausstellung „via regia“, die vom 21, Mai bis 31, Oktober 2011 in Görlitz stattfinden wird. Acht Jahrhunderte liegen zwischen der Ersterwähnung der via regia als „strata regia“ oder „Hohe Straße“ im Jahr 1252 und dem Ausblick in Gegenwart und Zukunft im 21. Jahrhundert.

Den Fokus auf Görlitz und die Region gerichtet, thematisiert die Ausstellung das Leben an und auf der alten Handelsstraße. Via regia erzählt die Geschichte von Distanzen und deren Überwindung, von den Menschen, die im Laufe der Jahrhunderte auf ihr gereist, gepilgert und geflohen sind. Waren und Güter wurden gehandelt. Kunst und Kultur wurden auf Rädern, Rücken und in den Köpfen transportiert. Entlang dieses Weges mussten Grenzen überschritten werden, Währungen und Sprachen wechselten, Städte wuchsen, Kriege wurden ausgetragen. Mit den Reisenden kamen Wissen, Wohlstand und wechselnde Moden, aber auch Elend und Krankheiten.

Die Ausstellung möchte  Einheimischen, Gästen und Touristen aus ganz Europa das historische Erbe und das Besondere dieser Region vermitteln. Mit Blick auf die Geschichte sollen auch Perspektiven für die Zukunft entwickelt werden. Insbesondere für Kinder und Jugendliche werden Angebote geschaffen, sich aktiv mit der Geschichte und Bedeutung ihrer Region und mit den Fragen der Ausstellung auseinanderzusetzen. Wohin orientiere ich mich? Warum und wie entstehen Mobilität und Bewegung? Wie begegne ich dem anderen? Was verbindet die Geschichte der alten Handelsroute via regia mit der heutigen gleichnamigen Kulturstraße des Europarates? Was hat ein mittelalterlicher Geleitbrief mit einem modernen Pass zu tun? Was verbindet  ein Brakteatenbuch mit der Visa-Karte? Die Ausstellung schlägt den Bogen in die Gegenwart, um Beweggründe für das „Unterwegssein“ gestern und heute zu erkunden.

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via regia – die Straße*

Was ist eigentlich die via regia? Warum ist eine alte Handelsstraße, die 1252 als „strata regia“ oder „Hohe Straße“ erstmals urkundlich erwähnt wurde, von so großem Interesse?

Die historische Bedeutung der via regia erwuchs aus der Verbindung der Handelsräume zwischen Thüringen und Sachsen im Westen sowie Schlesien, Böhmen und Polen im Osten. Als Teil eines sich über Jahrhunderte entwickelnden, über ganz Europa verzweigten Wegenetzes bot sie Anschluss an weiter entfernt liegende Ziele in allen Himmelsrichtungen bis nach Spanien und in die Ukraine. 2005 wurde die via regia zwischen Santiago de Compostela und Kiew die als Kulturstraßen des Europarates ernannt.

Straßen verbinden, sie ebnen Wege für den Austausch von Waren und Gütern, von Ideen, Sprachen und Traditionen in und zwischen Städten und Ländern. Diese Verbindungen sind lebenswichtig, sie schaffen neue Kommunikationswege, neue Formen und Entwicklungen in allen Lebensbereichen. Mit ihnen entstehen neue Horizonte.

Via regia weist daher auch in die Zukunft. Über das EU-Programm Via Regia Plus werden die Perspektiven der via regia heute betrachtet. Dabei geht es u.a. um die Planung und den Ausbau von Verkehrswegen entlang der via regia sowie die Entwicklung des Europäischen Wirtschaftskorridors ED-C III als Initiative regionaler und kommunaler Partner aus Deutschland, Polen, der Ukraine, der Slowakei und Tschechien.

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* Texte mit freundlicher Unterstützung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Quelle: SKD.

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